Zahlreiche Unterbrechungen durch Niederschläge kennzeichnen auch den Ernteverlauf in Sachsen. Unterschiedliche Reife bereitet beim Winterweizen Probleme. Die Wintergerstenernte ist in Sachsen zu 70 Prozent abgeschlossen, meldet der Sächsische Landesbauernverband heute. Die Erträge sind im Durchschnitt bis zu 30 Prozent niedriger als 2010. Auf Grund der angespannten Futtersituation nutzen einige Betriebe die Gerste auch für die betriebsinterne Verwertung als Futter. Beim Winterraps erwarten die sächsischen Landwirte mittlerweile nur noch Erntemengen, die bis zu 40 Prozent niedriger als im Vorjahr sind. Die ersten Partien an Winterweizen lassen Mindererträge von 25 bis 30 Prozent erwarten. Charakteristisch für die diesjährige Ernte sind sehr unterschiedliche Reifestadien in den Beständen. Teilweise muss mehrmals in den Bestand gefahren werden, um das unterschiedlich abgereifte Getreide zu ernten, heißt es in Sachsen. Auf Grund der anhaltenden Nässe fürchten manche Landwirte bereits um die Qualität von Winterweizen, sollte es zu Auswuchs auf dem Halm kommen. (sta)
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