Die deutsche Getreideernte wird einschließlich Körnermais insgesamt nahezu 51,8 Mio. t erreichen. Damit wurde nach den Ergebnissen der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung (BEE) das mehrjährige Mittel von 46,5 Mio. t um 11 Prozent übertroffen. Der DBV hatte die Getreideernte nur auf 50 Mio. t geschätzt.

An Weizen wurden 27,9 Mio. t geerntet, 12 Prozent mehr als im Vorjahr mit Erträgen von 87 dt/ha. Der Weizen verzeichnet im Durchschnitt niedrigere Proteingehalte als in den Vorjahren. Das Max-Rubner-Institut kommt aus den untersuchten Proben zu einem ungewogenen Durchschnitt von 12,0 Prozent Protein verglichen mit den Mittelwert von 12,7 Prozent aus dem Vorjahr. Während die Hektolitergewichte in der Regel recht ordentlich ausgefallen sind, zeigt sich bei den Fallzahlen ein gemischtes Bild. Hier ist noch keine abschließende Aussage möglich.
 
Die Erntemenge an Winterraps erreicht trotz eines geringeren Flächenumfangs bei sehr hohen Erträgen 6,2 Mio. t. Das ist die zweitgrößte Rapsernte, die in Deutschland je eingebracht wurde. Sie wird nur von der Ernte 2009 übertroffen, als 6,3 Mio. t Raps von einer großen Anbaufläche zusammenkamen. Die Ölgehalte der bisher im Rahmen der BEE untersuchten Rapsproben liegen im mehrjährigen Vergleich in einem hohen Bereich.

Die Wintergerstenernte schätzt das Ministerium auf 9,5 Mio. t bei einem Ertrag von 77 dt/ha. Sommergerste hat mit hohen Erträgen gedroschen, so dass 2,1 Mio. t zusammenkommen.

Die Körnermaisernte steht zwar noch aus, könnte aber 4,6 Mio. t umfassen.

Die Roggenernte fällt 2014 mit 3,87 Millionen Tonnen deutlich geringer aus als die große Ernte des Vorjahres, da sich die Anbaufläche um 19 Prozent verkleinert hat.

Insgesamt wurde auf etwa 6,50 Mio. ha Getreide angebaut - nur geringfügig weniger als im Vorjahr. Die Erträge sind hoch bei durchschnittliche 79,7 dt/ha und damit um 8,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Das mehrjährige Mittel von 69,7 dt/ha wird um 14,4 Prozent überschritten.(brs)
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