Schwache Ernte in Österreich erwartet


In den Hauptanbaugebieten von Getreide in Österreich fehlt Wasser. Hagelunwetter in Niederösterreich schädigen Getreideflächen. Seit Wochen hat es in den wichtigen Hauptanbaugebieten in Niederösterreich nicht mehr ausreichend geregnet. Die Weizen- und Gerstenbestände zeigen Trockenschäden und haben das Wachstum eingestellt. Auf Grund des Wassermangels ist die Nährstoffzufuhr ins Stocken geraten. Die Niederschläge am Wochenende bringen nur etwas Entspannung. Heftige Hagelunwetter am Sonntag haben im südlichen Niederösterreich rund um die Stadt Wiener Neustadt und Baden Leobersdorf schwere Schäden angerichtet. Die österreichische Hagelversicherung beziffert den Schaden in der Landwirtschaft auf rund  Mio. €. 

"Nachdem wir die Frostperiode im Februar ohne größere Schäden überstanden haben, trifft uns jetzt die Trockenheit", schilderte ein Landwirt aus dem Weinviertel die Situation. Die Niederschläge am vergangenen Wochenende waren wohl nicht ausreichend. Die Prognosen für die Ernte in Österreich lauten aktuell um 10 Prozent niedriger als im Jahr 2011. Das bedeutet, dass in diesem Jahr knapp 5 (Vorjahr: 5,6) Mio. t Getreide einschließlich Mais in Österreich geerntet werden. Landwirte konzentrieren sich jetzt bei der Bestandsführung auf eine ausreichende Stickstoffversorgung, um die hohen Proteinwerte für Qualitätsweizen zu erreichen.

Exportchancen für Premiumweizen mit Werten von 14,5 und 15 Prozent Protein werden zu den italienischen Mühlen gesehen. Auch aus den angrenzenden Ländern wie Ungarn, Slowakei und Rumänien kommen Meldungen über Trockenschäden. (da)   
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