Schwierige Preisfindung für Gerste in Thüringen

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Die Wintergerstenernte dürfte in Thüringen und Sachsen zur Hälfte abgeschlossen sein. In den Mittelgebirgslagen hat der Drusch teilweise noch nicht begonnen. Die bisher bekannt gewordenen Durchschnittserträge liegen zwischen 6 bis 8 t/ha. Regional auffallend ist der vergleichsweise hohe Anteil an Schmachtkorn, der das durchschnittliche Hektolitergewicht drückt. Doch seien Partien mit 62 kg/hl problemlos zu bekommen, versicherte ein Erfassungshändler gegenüber ernaehrungsdienst.de. Die Preismeinungen zwischen Erzeugern, Händlern und Mischfutterindustrie nähern sich allmählich an. Im Handel besteht noch die Hoffnung, Wintergerste für etwa 150 €/t netto ex Ernte zu bekommen. Unter 160 bis 165 €/t ab Station oder franko Lager lasse sich derzeit aber weder in Thüringen noch in Sachsen Wintergerste in nennenswertem Umfang beschaffen, heißt es in der Landwirtschaft. Der Wettbewerb auf der Erfassungsstufe ist sehr ausgeprägt und führt zuweilen zu Erzeugererlösen von 170 €/t. Dabei halten sich die Mischfutterwerke derzeit zurück. Sie sind kaum bereit, mehr als 170 €/t franko anzulegen. (HH)
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