Schwierige Preisfindung für Weizen im Süden

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Die Weizenernte ist in Süddeutschland sehr unterschiedlich fortgeschritten. In Unterfranken und dem nördlichen Wüttemberg ist der Drusch bereits zu etwa 70 Prozent abgeschlossen. Die Hektarerträge sind sehr unterschiedlich und bewegen sich zwischen 40 dt in den Trockengebieten bis 80 dt und etwas darüber in den Gäulagen. Regional sehr unterschiedlich fallen auch die Spannbreiten bei den Hektolitergewicht mit 72 bis 80 aus. Durchwegs zufriedenstellend sind die Fallzahlen mit 300 Sek. Die Proteinwerte schwanken zwischen 10,5 bis 16 Prozent. In den südlicheren Regionen ist die Weizenernte zu etwa 50 Prozent eingebracht. Bislang werden im Schwerpunkt Erträge von 60 bis 90 dt je Hektar gemeldet. Die inneren und äußeren Qualitäten sind durchweg zufriedenstellend.

Die Preisbildung gestaltet sich auf allen Stufen recht schwierig. Als Erzeugerpreise für Nomalweizen sind 160 bis 170 €/t netto im Gespräch. Die Abgabebereitschaft der Landwirte ist bei diesen Preisen noch gering. Wenn die Möglichkeit besteht wird eingelagert. Dies entspricht allerdings durchaus der ruhigen Nachfrage der Verarbeitungsindustrie. Etliche Mühlen stellen sich als Einstandspreise gerade mal 190 €/t franko vor. Angeblich sollen Gebote italienischer Abnehmer von 203 €/t franko vorliegen. (HH)

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