Ernte 2017

Sehr unterschiedliche Weizenqualitäten

Eine einheitliche Weizenernte wird in diesem Jahr in Bayern und Baden-Württemberg nicht eingefahren. Das Getreide kann alle Variationen von Qualitäten vorweisen. Hohe Proteingehalte bleiben dabei offenbar bestehen. Die Hektolitergewichte variieren sehr stark, fallen aber im Schnitt niedriger als in anderen Jahren aus. Auch die Erträge liegen mit 6,0 bis 9,0 t /ha 10 bis 15 Prozent unter dem Fünf-Jahres-Schnitt. Die Fallzahlen nehmen mit zunehmender Ernte weiter ab, fallen dennoch sehr unterschiedlich aus. So kommen 80 bis 90 Sekunden genauso vor wie Werte von 250 bis 280 Sekunden. Die Arbeiten werden immer wieder von regionalen Regenfällen unterbrochen. Mehr als die Hälfte des Weizens ist gedroschen. Eine Prognose für die Gesamternte lässt sich derzeit nicht erstellen. Dennoch gehen Markteilnehmer davon aus, dass trotz aller Schwierigkeiten ausreichende Mahlqualitäten eingefahren werden.

Roggen im Süden Deutschlands leidet ebenfalls unter den aktuellen Witterungsverhältnissen. Fallzahlen von 62 bis mindestens 120 Sekunden spiegeln das uneinheitliche Bild der Qualitäten wider. Auch die Erträge liegen wie beim Weizen 10 bis 15 Prozent unter den Werten anderer Jahre.

Bessere wenn auch unterschiedliche Nachrichten kommen von der Sommergerste. So gibt es Berichte von guten Erträgen und Vollgerstenwerten mit Eiweißwerten zwischen 10,0 bis 10,5 Prozent. Allerdings sind aber auch Proteinwerte von 13 bis 14 Prozent vertreten. (dg)
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