Sommerweizen bringt überwiegend gute Proteine


Die Ernte von Sommerweizen liegt in den letzten Zügen. Die Erträge fallen heterogen aus.

In den Auswinterungs-Gebieten hat Sommerweizen in diesem Jahr wieder eine stärkere Bedeutung bekommen. Die Ernte ist größtenteils abgeschlossen, doch auf den Höhenlagen werden noch 2 bis 3 Druschtage für den Sommerweizen benötigt.

Im Südhannoverschen Raum brachte die Sommerweizenernte wie die gesamte Getreideernte enttäuschende Ergebnisse. Betroffen ist ein Streifen von Hannover bis Kassel, links und rechts von der Autobahn A7. Dort wurden nur 50 bis 80 dt/ha Sommerweizen geerntet, die Erträge liegen 20 bis 30 Prozent unter den üblichen Erträgen für Winterweizen.

Die Qualitäten können dagegen bei Proteinwerten zwischen 12 und 14 Prozent - je nach Sorte - befriedigen. Die schwachen Erträge werden auch damit erklärt, dass teilweise unbekannte EU-Sommerweizensorten angebaut wurden.

Im östlichen Niedersachsen fallen die Erträge beim Sommerweizen etwas besser aus. Allerdings erreicht dort nur die Hälfte der Partien Proteinwerte von knapp 13 Prozent, da nicht auf Qualität gedüngt wurde.

Im Nordhessischen Raum ist die Sommerweizenernte durch Gewitter und Regenfälle unterbrochen worden. Die Qualitäten bringen fast durchweg A-Weizen-Werte, die Erträge sind mit etwa 75 dt/ha im Schnitt für die Höhenlagen gut. Dies gilt auch für den mittelhessischen Raum, wo die Hektolitergewichte bei einem Teil der Partien allerdings abfallen.

In Unterfranken, wo ebenfalls größere Sommerweizenflächen nachgesät wurden, stehen nur noch Restpartien auf dem Feld. Da hochwertige Sommerweizensorten zum Zuge kamen, erreichen die Proteinwerte etwa 14 Prozent. Hektolitergewichte und Fallzahlen passen, die Erträge fallen mit 50 bis 60 dt/ha allerdings unterdurchschnittlichen aus. (St) 
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