Ernte 2016

Sorge um Qualitäten beim Weizen


Nach den sehr uneinheitlichen Ergebnissen bei der Wintergerste im Südwesten Deutschlands, setzen sich diese heterogenen und schwachen Werte bei den nachfolgenden Getreidearten fort. Raps in Rheinhessen ist zu etwa 40 Prozent eingefahren. Die Erträge liegen bei sehr unterschiedlichen Werten im Schnitt bei 3,6 bis 3,7 t/ha. Auch der Ölgehalt bewegt sich mit 40 bis 42 Prozent unter den Vorjahreswerten.  

Beim Weizen bleibt die Spannbreite der ersten Ergebnisse aus den Frühdruschgebieten ebenfalls sehr weit. Die Ware kommt leichter als in anderen Jahren aus dem Mähdrescher. Die Kornausbildung fällt deutlich kleiner aus. Schmachtkorn tritt auf. Fusarium ist ebenfalls ein Thema. Die Hektolitergewichte liegen zwischen 70 und 78 kg. Die Fallzahlen können sich mit 250 bis 270 Sekunden noch sehen lassen. 230 oder 350 Sekunden sind auch dabei. Erträge von 6,0 bis 6,5 t/ha werden genannt. Sie liegen deutlich unter den durchschnittlichen 7,6 t/ha des Vorjahres. Der in der Zwischenzeit eingesetzte Regen schürt die Sorge um die Fallzahlen. 

Sommerbraugerste weist ebenfalls weiterhin eher schwache Ergebnisse auf. Der Vollkornanteil bewegt sich bei 80 bis 88 Prozent. Wenige Partien schaffen die 90 Prozent. Der Anteil an Sortiergerste ist relativ hoch. Bei schwächeren Erträgen als in anderen Jahren bewegt sich der Proteingehalt aber um die erforderlichen 9,5 bis 11,0 Prozent. Teilweise können noch Erträge von 5,5 t/ha erreicht werden. (dg) 
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