Ernte 2015

Sorgen um Mais in Frankreich


In Frankreich ist die Weizenernte in vollem Gange. Im Süden seien bereits zwei Drittel der Weizenschläge gedroschen, erfuhr agrarzeitung.de aus dem französischen Markt. Auch im Norden hat der Drusch demnach begonnen. Grundsätzliche Aussagen zur gesamten Weizenproduktion könnten auf Basis bisheriger Ergebnisse noch nicht getroffen werden, sagen Makler. Sie gehen jedoch im Vergleich zum Vorjahr von einer guten Qualität bei Weichweizen aus.

Das heiße und trockene Wetter hat im Weizen offenbar keine großen Schäden hinterlassen. „Die meisten Bestände waren in der Entwicklung schon sehr weit, bevor das sehr warme Wetter eingesetzt hat“, sagt ein Marktteilnehmer. In nördlichen Gebieten wie der Normandie, wo die Pflanzen bei Einsetzen der Hitze noch in der Kornfüllungsphase waren, könnten die Erträge leiden, heißt es weiter.

Sommergerste anfällig für Schäden

Die Wintergerstenernte in Frankreich ist unterdessen im Wesentlichen abgeschlossen. Marktbeobachter berichten von besseren Erträgen als im Vorjahr, was sich mit der offiziellen Ernteschätzung deckt. Die Proteinwerte seien ebenfalls ordentlich, heißt es.

Auf Sommergerste könne sich die Hitze noch negativ auswirken, berichten Marktteilnehmer zudem. In ihrem derzeitigen Entwicklungsstadium seien die Pflanzen anfällig für Trocken- und Hitzeschäden. Auch die Maisschläge im Süden des Landes bräuchten Regen. (pio)
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