Spekulanten beurteilen Weizenmarkt bullischer


Institutionelle Anleger setzen auf steigende Weizenpreise in Chicago. Bei Sojabohnen ist die Stimmung schwächer.

Finanzanleger an der Chicago Board of Trade (CBoT) setzen wieder auf festere Weizenkurse. In der Woche zum 8. Januar haben sie ihre Long-Position in dem Future ausgebaut, wie aus dem jüngsten Positionsbericht der US-Börsenaufsicht Commodity Futures Trading Commission (CFTC) von vergangenem Freitag hervorgeht. Damit sind institutionelle Anleger nur noch knapp 21.900 Kontrakte netto-short in CBoT-Weizen, in der Woche zuvor betrug die Netto-Short-Position noch 23.150 Kontrakte.

Eine Long-Position drückt eine Erwartung an steigende, eine Short-Position die Erwartung an fallende Preise aus. Die Netto-Position ergibt sich aus der Differenz der Summe an Long- und Short-Positionen. Überwiegt die Anzahl der Short-Positionen, ist eine Anlegergruppe netto-short, überwiegt die Anzahl der Long-Positionen, ist sie entsprechend netto-long.

Bei Sojabohnen haben die sogenannten Spekulanten ihre Netto-Long-Position weiter zurückgefahren und parallel dazu mehr Short-Positionen eingedeckt. Die Netto-Long-Position ging im Vorwochenvergleich um gut 25.000 Kontrakte auf 85.000 Kontrakte zurück. Auch bei Mais waren Fonds zum Stichtag 8. Januar auf schwächere Preise positioniert: Die Netto-Long-Position ist auf 149.300 (Vorwoche: 164.000) Kontrakte geschrumpft.

Noch nicht enthalten in den CFTC-Daten sind die Reaktionen auf die USDA-Zahlen von vergangenem Freitag, da die Börsenaufsicht die Zahlen mit einer Woche Verzögerung veröffentlicht. Da das US-Agrarministerium eine kleinere US-Winterweizenfläche als erwartet ausgewiesen hat und knappere Maisendbestände weltweit sowie einen stärkeren Maisverbrauch der US-Futtermischer, gelten die neuen USDA-Daten für beide Märkte als bullisch. Für den Ölsaatenmarkt bestätigte das USDA hingegen Erwartungen an hohe Ernten in Südamerika. (pio)
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