Spitzenaussichten für rheinische Braugerste

Die Braugerstenbestände in der Voreifel sehen so gut aus wie noch nie. Starke Niederschläge wären trotzdem ungünstig.

Die Sommergerstenbestände in der Voreifel weisen sehr gute Bestandesdichten auf und präsentieren sich in einem gesunden Zustand. Davon konnten sich am Mittwoch die Teilnehmer der Rundfahrt des Vereins zur Förderung des Braugerstenanbaus Voreifel überzeugen. Teilweise sind die Bestände aber schon etwas zu üppig entwickelt, so dass Lagergefahr bei stärkeren Niederschlägen droht.
 
Die Ertragsaussichten liegen deutlich über den Schnitt der Vorjahre. So erwartet die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen auf den Übergangslagern durchschnittliche Erträge von etwa 60 dt/ha und auf den Höhenlagen von 50 dt/ha. Andere Teilnehmer gingen sogar noch von höheren Ertragserwartungen aus.

Üblicherweise werden in der Voreifel nur zwischen 40 bis 45 dt/ha Braugerste gedroschen. Wichtigste Sorten sind Quench und Propino, die Sorte Braemar hat nur noch Randbedeutung.
 
Die Preisaussichten für die Braugerste sind aufgrund des bundesweit erheblich ausgedehnten Sommergerstenanbaus allerdings gedrückt, so die Einschätzung der Teilnehmer der Rundfahrt. Im Gespräch waren Erzeugerpreise zwischen 220 und 230 €/t. (St)
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