Ernte 2015

Starke Schwankungen in Sachsen


Sachsens Agrarminister Thomas Schmidt steuert den Mähdrescher in Nordsachsen und erntet die erste Gerste.
-- , Foto: Giorgia Massimi
Sachsens Agrarminister Thomas Schmidt steuert den Mähdrescher in Nordsachsen und erntet die erste Gerste.

Aufgrund der Trockenheit ist diesem Jahr regional schon im Juni mit der Wintergerstenernte begonnen worden. Die Hitze der vergangenen Tagen hat dazu geführt, dass in einigen Teilen Sachsens auch schon die Winterweizenernte begonnen hat. Hier will Bauernpräsident Wolfgang Vogel nicht ausschließen, dass es durch die Regenfälle seit Wochenanfang Beeinträchtigungen in der Fallzahl beim Weizen kommen könnte.
 
Seitens der Erträge erwartet Vogel eine starke regionale Differenzierung. Auf leichten Standorten nur etwa 60 bis 80 Prozent des Vorjahresertrages erwartet. Auf den übrigen Standorten könnten es noch 80 Prozent werden. Bei der Gerste gibt es mit 4,6 bis 8,9 t/ha eine große Bandbreite.
 

Vogel: Besser mit der Vermarktung abwarten

Beim Raps kann zurzeit noch keine klare Aussage getroffen werden, da sich die Bestände noch sehr unterschiedlich zeigen. Hier hofft Vogel auf einen durchschnittlichen Ertrag von 3,5 t/ha. Er bezweifelt, ob deutschlandweit die erwarteten knapp 5 Mio. t Raps geerntet werden können. Auch die Getreideernte von geschätzten 47 Mio. t hält der sächsische Bauernpräsident für zu hoch gegriffen. Am Ende dürften es 45 bis 46 Mio. t werden, sagte Vogel bei der Erntepressekonferenz in Doberschütz/Nordsachsen.

Angesichts der turbulenten Preissprünge an den Börsen rät Vogel den Landwirten, jetzt nicht eine falsche Entscheidung bezüglich der Vermarktung zu treffen. Besser sei es noch abzuwarten, sagte Vogel auf Nachfrage von agrarzeitung.de. (da)
stats