Tallage stellt steigende Preise in Aussicht


Das französische Analystenhaus rechnet mit einem engen Weizenmarkt in Europa. Der deutsche Großhandel berichtet von Exportgeschäften.

Nur noch 123,6 Mio. t Weichweizen sollen europäische Landwirte in der laufenden Saison dreschen. Das erwartet das französische Analystenhaus Tallage in seinem am heutigen Donnerstag veröffentlichten Marktbericht Stratégie Grains für den Monat September. Damit nehmen die Analysten eine Korrektur um 1,7 Mio. t gegenüber vorherigen Prognosen vor.

Sie betonen zudem die Notwendigkeit, den Ausfuhrhandel aus der Europäischen Union einzugrenzen. Trotzdem Tallage seine Prognose für den Weizenexport mit gut 15 Mio. t aktuell etwas niedriger angibt, würden die Endbestände bei solchen Ausfuhrvolumina auf niedrige 8,5 Mio. t fallen.

„Der Ausblick für die weltweiten Getreidepreise insgesamt bleibt sehr bullisch, und damit haben auch die europäischen Weizenpreise gute Chancen zu steigen“, zitiert der Informationsdienst agrimoney.com weiter aus dem Tallage-Bericht.

Auch norddeutsche Großhändler sehen die Weizenpreise zumindest stabil. „Zunehmend laufen Exportschiffe in unseren Häfen ein. Das bedeutet, dass die Kontrakte erfüllt werden müssen und Ware bald abgerufen wird“, sagte ein Händler zu agrarzeitung.de. Durch Deckungsgeschäfte, die bald erfolgen dürften, um Exportkontrakte zu erfüllen, dürfte auch wieder mehr Schwung in den hiesigen Weizenhandel kommen, lautet die Einschätzung des Marktteilnehmers. (pio)
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