Tschechien erwartet weniger Weizen


Ein deutlicher Rückgang gegenüber dem hohen Vorjahresergebnis zeichnet sich für die tschechische Getreideernte ab. Raps könnte dagegen zulegen.

Auswinterungen und widrige Witterung im Frühjahr dämpfen in Tschechien die Ertragserwartungen. Das Statistikamt in Prag rechnet in seiner ersten am heutigen Mittwoch veröffentlichten Schätzung für 2012 mit knapp 5,9 Mio. t Getreide (ohne Mais). Gegenüber der Rekordernte des Vorjahres würde der Rückgang 19 Prozent und gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt 6 Prozent betragen.

Ins Gewicht fällt Weizen mit einem Rückgang um 24 Prozent im Jahresvergleich. Da in Tschechien überwiegend Winterweizen wächst, kommen hier Auswinterungen und auf den verbliebenen Flächen niedrigere Hektarerträge zusammen.

Die gesamte tschechische Weizenernte 2012 könnte auf rund 3,7 Mio. t sinken. Im Vorjahr waren etwa 4,9 Mio. t gedroschen worden.

Die Ernte von Sommergerste als zweitwichtigster Getreideart schätzt das Statistikamt aktuell auf 1,2 Mio. t, was einem Rückgang von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis bedeuten würde. Die Fläche ist im Jahresvergleich zwar leicht gewachsen, die Erträge werden jedoch niedriger eingeschätzt.

Um 7 Prozent höher als im Vorjahr schätzt das Statistikamt die Rapsernte 2012. Sie würde gut 1,1 Mio. t erreichen. Der Zuwachs ist auf eine deutlich ausgedehnte Fläche zurückzuführen. Die Erträge könnten dagegen etwas niedriger als im Vorjahr ausfallen. (db)
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