Ernte 2016

Tschechien schränkt Gerstenanbau ein


Das Statistikamt in Prag rechnet in seiner ersten Schätzung für 2016 mit rund 7,0 Mio. t Getreide (ohne Mais). Gegenüber der sehr hohen Vorjahresernte würden etwa 10 Prozent weniger gedroschen. Im Vergleich zum Fünfjahresmittel würde das aktuelle Ergebnis aber nur um etwa 1 Prozent kleiner ausfallen, relativiert die Behörde.

Weizen bringt weniger Ertrag

Die beiden mit Abstand dominierenden Getreidearten in Tschechien sind Weizen und Sommergerste. Die Weizenernte 2016 könnte im Vergleich zur sehr hohen Vorjahresernte um etwa 7 Prozent auf rund 4,9 Mio. t zurückgehen. Hier fällt vor allem ein voraussichtlicher Ertragsrückgang um 8 Prozent ins Gewicht, denn die Fläche ist leicht ausgedehnt worden.

Die Sommergerstenerträge könnten ebenfalls um fast 8 Prozent sinken. Zudem ist die Fläche massiv um rund 15 Prozent geschrumpft, sodass die Ernte um 22 Prozent auf rund 1,1 Mio. t zurückfallen soll. Tschechien ist in der EU ein bedeutendes Land für den Braugerstenanbau.

Raps verdrängt Sommergerste

Deutlich gewonnen hat der tschechische Rapsanbau. Um 7 Prozent höher als im Vorjahr schätzt das Statistikamt die Fläche. Allerdings könnten die Erträge leicht um 3 Prozent zurückgehen. Die Ernte würde mit rund 1,3 Mio. t Raps etwa 5 Prozent über dem Vorjahr und 3 Prozent über dem Fünfjahresmittel liegen. Tschechien ist fünftgrößtes Rapserzeugungsland in der EU. Die vorderen Plätze nehmen Deutschland, Frankreich, Polen und Großbritannien ein. (db)
stats