US-Ethanolhersteller ziehen den Kürzeren


Im Kampf um das knappe Maisangebot in den USA verlieren die Ethanolwerke. Jetzt bricht auch noch der Absatz ein.

Die wöchentliche Ethanolproduktion in den USA hat in der vergangenen Woche den niedrigsten Stand seit der Veröffentlichung dieser Daten im Juni 2010 erreicht. Die Herstellung liegt aktuell etwa 5 Prozent unter dem Niveau im Dezember 2012 und 13 Prozent niedriger als zu Jahresbeginn 2012. Auch die Importe aus Brasilien sind zurückgegangen. Da gleichzeitig die Vorräte angestiegen sind, deutet dies auf schwache Nachfrage hin.

Setzt sich diese Entwicklung fort, könnte der Maisverbrauch für die Ethanolherstellung geringer sein als prognostiziert. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium rechnet bisher damit, dass im Wirtschaftsjahr 2012/13 etwa 114 Mio. t Mais zu Ethanol verarbeitet werden. Gegenüber dem Vorjahr wären das 10 Prozent weniger.

Bereits niedriger geschatzt hat das USDA die US-Maisexporte in dieser Saison auf nur noch 24 Mio. t. Der Rückgang im Vergleich zu 2011/12 würde 38 Prozent betragen. Dagegen könnte die Maisverfütterung in den USA sich mit etwa 113 Mio. t fast auf dem Vorjahresniveau von 115 Mio. t halten. Ursprünglich war nach der schwachen US-Maisernte 2012 erwartet worden, dass alle Verwendungen - Futter, Biosprit und Export - in ähnlichem Maße  eingeschränkt werden. (db)
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