USDA-Schätzungen bringen keinen neuen Schwung


Die neuen Zahlen des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) zur weltweiten Weizenbilanz verpuffen auf dem deutschen Weizenmarkt. Die fünfte Jahreszeit beschert einen ruhigen Wochenstart.

Die ausgelassene Karnvealsstimmung in Süd-Westdeutschland wirkt sich auch auf die übrigen Landesteile aus. Hinzu kommen Schulferien, viele Händler sind in Urlaub. Die Käufer von Getreide sind bis März gedeckt, so dass noch genügend Zeit bleibt, sich zum Ende des Monats mit neuer Ware einzudecken.

Am Hamburger Markt und auch am Mittellandkanal wird am heutigen Montag sehr wenig Weizen gehandelt. "Seit Dezember warten wir jetzt schon, dass der Markt wieder anspringt", erläutert ein Händler die aktuelle Situation. 

Bis zum Jahreswechsel wurde B-Weizen zu Kursen von 270,00 bis 275,00 €/t einkauft. Damit steht im Vergleich zum heutigen Preis für B-Weizen in Hamburg von 264 €/t ein Verlust von 16 bis 21 €/t in den Büchern. Ab ostdeutscher Station wird Brotweizen mit 12 Prozent Protein für 255,00 bis 260 €/t aufgerufen. Händler bleiben in Wartestellung, das Gleiche gilt für Erzeuger, die noch Ware auf dem Hof liegen haben.

Wenig Neues brachten die neuen USDA-Zahlen, die am vergangenen Freitag abend veröffentlicht wurden. "Die Zahlen waren so erwartet worden", heißt es im Handel. Einziger Hoffnungsschimmer auf steigende Weizenkurse sind vielleicht die Vorhersagen, dass die EU mehr Mais einführen muss. Ein fester Maismarkt könnte den Weizennotierungen eine gewisse Unterstützung geben.

An der Pariser Börse startet der Weizenhandel mit umfangreichen Umsätzen. Die Notierungen für den Märzkontrakt bewegen sich jedoch nicht von der Stelle und liegen unverändert zu Freitag bei 245,75 €/t. 

Dagegen beginnt Raps die Woche im Minus um 2,50 €/t verliert der Maikontrakt und steht am Mittag bei 468,25 €/t. Noch stärker erwischt es den Liefermonat November 2013. Hier liegt der Kurs um 3,25 €/t schwächer gegenüber Freitag bei 435,00 €/t. 

Das Hamburger Analystenhaus Oil World schätzt, dass die EU noch bis zum Anschluss an die neue Ernte Importe von 1,6 Mio. t benötigt. Damit würden sich für das Gesamtjahr 2012/13 die EU-Einfuhren von Raps auf 3 Mio. t summieren. Offen bleibt bislang, wie viel Ware aus Australien sowie der Ukraine und Russland noch kommen wird. (da)







 
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