Russland wird 2012 deutlich weniger Weizen dreschen. Das schätzt das USDA-Büro in Moskau. Die Getreideexporte werden die Vorjahresmarke deutlich verfehlen. Russische Erzeuger werden in der kommenden Saison voraussichtlich 54 Mio. t Weizen einfahren und damit mehr als 2 Mio. t weniger als 2011, geht aus einem aktuellen Bericht der Moskauer Niederlassung des US-Landwirtschaftsministeriums hervor.

Die Trockenheit im Frühjahr in wichtigen Produzentenregionen habe ihre Spuren hinterlassen, heißt es zur Begründung. Jüngste Niederschläge hätten zwar für eine Stabilisierung gesorgt, aber nicht zu einer vollständigen Erholung geführt. Die jüngste offizielle Ernteschätzung des USDA in Washington für 2012/13 im Mai-Wasde hatte die russische Weizenerte noch mit 56 Mio. t beziffert. Nun bleibt es abzuwarten, ob im neuen Wasde am kommenden Dienstag ebenfalls eine Abwärtskorrektur erfolgt.

Die Getreideexporte Russlands 2012/13 sieht das USDA in Moskau mit 19 Mio. t deutlich unter dem Vorjahreswert von gut 27 Mio. t. Die Überhangbestände in den wichtigen Exportregionen seien auf niedrigem Niveau, zudem falle die Ernte geringer aus. An Weizen soll Russland 16 Mio. t exportieren. (az)
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