USDA sieht neue Exportchancen


Brasilien will ein zollfreies Importkontingent für Weizen eröffnen. Die USA könnten davon besonders profitieren.

Das brasilianische Handelsministerium hat den Einfuhrzoll von 10 Prozent, der normalerweise auf Getreideimporte von Regionen außerhalb der Mercosur-Staaten anfällt, für 1 Mio. t Weizen aufgehoben. Diese Regelung eröffnet neue Absatzchancen für US-Weizen, meldet heute das Außenbüro des US-Agrarministeriums USDA in Brasilia. Denn die Mühlenindustrie ist schwerpunktmäßig im Nordosten von Brasilien angesiedelt, während Weizen hauptsächlich im Süden des Landes produziert werde. Die südlichen Exporthäfen der Vereinigten Staaten seien näher am Nordosten Brasiliens als die südlichen Weizenanbaugebiete in dem südamerikanischen Land. Dadurch erwachse den Vereinigten Staaten ein logistischer Vorteil.

Brasilien wird laut dem USDA-Bericht dieses Jahr nur 4,3 Mio. t Weizen produzieren, die schlechteste Ernte innerhalb der vergangenen 5 Jahre. Der Bedarf im Inland liege bei mehr als 11 Mio. t. Die Angebotslücke zwischen inländischem Verbrauch und Produktion werde normalerweise durch argentinischen Weizen gedeckt. Doch die dortige Weizenernte ist durch heftige Regenfälle in diesem Jahr sowohl in der Menge als auch in der Qualität beeinträchtigt worden.

Bei einem für Anfang März geplanten bilateralen Treffen mit Argentinien will Brasilien die Freigabe von einem zusätzlichen zollfreien Importkontingent für 1 Mio. t Weizen diskutieren, heißt es in dem USDA-Report weiter. (pio)
stats