Ukraine: Qualitäten geben nach

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Die ukrainische Getreideernte wird in diesem Jahr mengenmäßig groß ausfallen, allerdings fallen die Qualitäten nach wochenlangen Regenfällen deutlich ab. Die Ernte von Gerste, Weizen und Raps in der Ukraine schreitet in dieser Woche bei weitgehend guten Witterungsbedingungen voran. Es sind etwa 60 Prozent der Gerstenernte und etwa 40 Prozent der Rapsernte geborgen. Die Erträge liegen erheblich über dem Vorjahresniveau. Bei Getreide werden im Durchschnitt mehr als 30 dt/ha, in guten Betrieben auch erheblich darüber geerntet. Die Ernteschätzungen der ukrainischen Regierung werden nach oben angepasst auf mehr als 42 Mio. t Getreide. Die Qualität ist uneinheitlich und lässt in vielen Regionen zu wünschen übrig. Seit der vorhergehenden 29. Woche 2008 ist festzustellen, dass die Qualitäten stark nachgeben und der Fusarienbefall zunimmt.

Die ukrainische Regierung wird voraussichtlich 1 Mio.t für die staatliche Lagerhaltung aufkaufen. Die Preise entwickeln sich in der Ukraine mit leicht fallender Tendenz. Der Brotweizen wird fest bewertet, für Futterweizen und für die Gerste geben die Kurse nach. Die Produzenten in der Ukraine erhalten für Gerste momentan Preise zwischen 140 und 145 €/t. Beim Futterweizen werden Preise von 152,50 bis 155 €/t frei nächster Erfassungsstufe gezahlt.

Die Rapspreise in der Ukraine werden durch die fallenden Mineralölpreise und nachgebenden internationale Preise gedrückt. Die Rapsernte in der Ukraine schreitet voran. Es wird bei guten Erträgen eine Produktion von 2,5 bis 2,8 Mio.t erwartet. Im Durchschnitt ernten die Landwirte knapp 20 dt/ha Raps, teilweise auch erheblich darüber. Beim Raps möchten die ukrainischen Erzeuger nicht unter 400 €/t ab Hof verkaufen. Auch die Sonnenblumenpreise in der Ukraine geben nach. (Ps)

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