Ukraine arbeitet an Exportdeckel für Getreide


Die Regierung in Kiew hat offenbar konkretere Pläne für Ausfuhrbeschränkungen. Ab bestimmten Volumina soll ein Moratorium für Kontrakte greifen.

Nachdem sich die Regierung in Kiew und Getreidehändler erst in der Vorwoche auf maximale Ausfuhrmengen bei Getreide verständigt haben, legt das Agrarministerium in Kiew nun nach. Fachvertreter des Ressorts haben am späten Dienstag ein Moratorium für Exportkontrakte bei Weizen ins Spiel gebracht. Dieses Moratorium solle greifen, sobald die maximale Ausfuhrmenge von 4 Mio. t erreicht sei, wie aus einem Bericht des ukrainischen Analystenhauses APK-Inform hervorgeht.

Das französische Analystenhaus Agritel, das ein Büro in Kiew betreibt, berichtet über Forderungen offizieller Stellen in der Ukraine, Händler sollten statt auf den Export von Weizen auf andere Agrarrohstoffe setzen. Markteingriffe hielten inländische Branchenteilnehmer für „sehr wahrscheinlich“.

Unterdessen hat sich das russische Wirtschaftsministerium zur diesjährigen Getreideernte geäußert, wie die Nachrichtenagentur Ria Novosti heute Mittag berichtet. Bestenfalls werde die Ernte 73 bis 75 Mio. t erreichen, bestätigte das Ressort eine bereits vom Agrarministerium geäußerte Spanne. (pio)
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