Ukraine setzt Fuß in Chinas Maismarkt


Die Ukraine plant, erstmals Mais nach China zu exportieren. Abkommen über Verschiffungen noch in diesem Jahr sollen vorliegen.

Nach Angaben des ukrainischen Agrarministeriums sind im November alle phytosanitären Fragen mit der Regierung in Peking geklärt worden, so dass die Ukraine als Lieferland für Mais zugelassen sei. Wie es in einer Pressemitteilung des Ministeriums in Kiew heißt, ist eine Quote für bis zu 2,0 Mio. t ukrainischen Mais nach China im Gespräch. Welche ukrainischen Handelsunternehmen jedoch den Mais exportieren, solle die Wirtschaft selbst entscheiden. Ein staatliches Unternehmen sei in der Ukraine nicht beteiligt.

Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet dazu, dass Ukrland Farming, eines der größten ukrainischen Agribusiness-Unternehmen, bereits mit dem staatlichen chinesischen Einkäufer Cofco handelseinig geworden sei. Ukrland Farming plane, 500.000 bis 700.000 t Mais zu exportieren. Die erste Lieferung soll noch in diesem Jahr verschifft werden.

Die Ukraine hat 2012/13 zwar wenig Weizen, aber reichlich Mais im Angebot. Die Maisexporte sollen nach der jetzigen Prognose des Agrarministeriums rund 14,0 Mio. t Mais erreichen, von denen 4,7 Mio. t bereits am Weltmarkt verkauft worden sind. Der Internationale Getreiderat IGC hat die ukrainischen Maisexporte Ende November mit 11,5 Mio. t niedriger geschätzt. Etwas höher sind die Erwartungen des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums USDA, das bisher von 12,5 Mio. t in dieser Saison ausgeht.

China wiederum hat - abhängig von der eigenen Maisernte - in den vergangenen Jahren zunehmenden Importbedarf. Für 2012/13 ist er allerdings vergleichsweise gering. IGC und USDA nennen übereinstimmend eine Menge von insgesamt 2,0 Mio. t. Im Vorjahr waren die Maisimporte mit 4,7 (Schätzung IGC) bis 5,2 (Schätzung USDA) wesentlich höher. Bislang hat China Mais praktisch ausschließlich in den USA gekauft. (db)
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