Umfang der USDA-Korrekturen im Fokus


Freundlich beginnt die Börse in Paris den Handelstag. Wie der morgige USDA-Bericht die Märkte bestimmen wird, ist die zentrale Frage.

Getreide- und Ölsaatenhändler in Deutschland erwarten Abwärtskorrekturen im für diesen Freitag angekündigten Wasde-Report bei Mais, Weizen und Sojabohnen. Inwiefern das US-Landwirtschaftsministerium die niedrigen Zahlen privater Analysten unterbieten wird oder sich mit positiveren Einschätzungen meldet, bleibt die Preisfrage.

Internationale Analysten hatten die US-Maiserträge aus der Ernte 2012 zuletzt auf Werte von 120 bushel je acre und teilweise noch niedriger geschätzt. Das USDA war zunächst von 166 bu/acre ausgegangen und hatte diese Erwartungen in seinem Juli-Bericht bereits auf 146 bu/acre heruntergeschraubt.

In den vergangenen Tagen waren viele Marktteilnehmer noch davon ausgegangen, dass das USDA zwar Abwärtskorrekturen vornehmen wird, mit diesen aber unter den Markterwartungen bleibt. Das würde in der Regel nachgebende Kurse an den Börsen zur Folge haben.

Gesprächspartner aus dem norddeutschen Großhandel verweisen an diesem Donnerstag nun auf Analysten-Vorschätzungen, die einen „freundlichen bis bullishen“ Bericht verheißen. Als „Zünglein an der Preiswaage“ gilt weiterhin der Mais.

Das Plus bei Rapssaat und Mahlweizen an der Matif in Paris werten Gesprächspartner nicht zuletzt als technische Gegenreaktion zu den schwächeren Kursbewegungen der vergangenen Tage.

Am Kassamarkt herrscht Zurückhaltung, da alle Beteiligten auf die USDA-Zahlen warten. (pio)
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