1

Die deutsche Getreideernte ist weit vorangeschritten und kann sich „ertraglich“ sehen lassen. Das unbeständige Sommerwetter könnte aber Qualitätseinbußen nach sich ziehen. Die Ernte von Wintergerste und Raps ist bundesweit so gut wie abgeschlossen; bei Raps stehen lediglich in einigen Spätgebieten noch Restbestände zum Drusch an, berichtet der Deutsche Bauernverband (DBV). Die Ernte von Winterweizen und Sommergerste ist dagegen durch die häufigen Regenfälle in weiten Teilen unterbrochen, insbesondere im Westen und Süd-Westen. In den Höhenlagen steht noch ein bedeutender Teil des Weizens und der Braugerste auf dem Halm. Bei Braugerste konnten bisher gute bis sehr gute Erträge eingefahren werden. In spät gesäten Beständen treten verstärkt höhere Proteinwerte auf, so der DBV.

Auch im Norden und Nord-Osten wird die Ernte immer wieder unterbrochen. Im nördlichen Schleswig-Holstein stehen noch etwa 40 Prozent des Weizens. Im Nord-Westen ist die Weizenernte zu etwa 80 Prozent abgeschlossen. Die Hektarerträge fallen in der Regel hoch bis sehr hoch aus. Im Osten liegen die Erträge bei großen regionalen Unterschieden im Schnitt wie in den anderen Regionen Deutschlands über dem Vorjahr. Deutschlandweit ist bei hohen Weizenerträgen mit niedrigen Proteingehalten zu rechen. Auf den noch zu erntenden Flächen wird laut DBV mit Qualitätseinbußen gerechnet. Auch bestehe zunehmend die Gefahr von Fallzahlverlusten durch Auswuchs. (ED)

stats