Verarbeiter spekulieren auf Lagerengpässe


Am süddeutschen Getreidemarkt überwiegt zum Wochenschluss eine ausgesprochen ruhige Tendenz. Die zuletzt erheblichen Schwankungen an den internationalen Terminbörsen wirken sich wenig aus.

Nennenswerte Notizverluste am Kassamarkt für Weizen sind jedenfalls die Ausnahme. Die Haltung der Verkäufer einschließlich der Landwirtschaft ist abwartend. Andererseits haben die Bauern bereits einen beachtlichen Teil ihrer Weizenernte wegen der attraktiven Erzeugerpreise verkauft.

Die Verarbeiter sind im vorderen Bereich in aller Regel mit Weizen aller Qualitätsstufen gut versorgt. Sie halten sich aber auch wegen des noch immer hohen Preisniveaus mit Anfragen zurück.

Auch erwarten sie mit dem Fortschreiten der Maisernte, die in diesem Jahr recht frühzeitig begann, in den nächsten Wochen ein größeres Angebot an Weizen. In der Tat soll es regional vereinzelt bereits Lagerengpässe geben.

An der Matif in Paris zeigt sich Mahlweizen zum Fronttermin am Freitagmittag wieder etwas fester mit 262,50 €/t. Rapssaat notiert bei 500,50 €/t etwas schwächer. (HH) 
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