In Brandenburg hinkt die Ernte hinterher. Erst rund ein Sechstel der zu erntenden Getreide- und Ölsaatenfläche sind gedroschen. Lediglich die Gerste ist komplett eingefahren.  Bei Raps ist etwa ein Drittel der Anbaufläche abgeerntet. Bisher haben die Landwirte vor allem auf den leichteren Standorten und im Süden des Landes dreschen können. Die Durchschnittserträge von Raps liegen daher auch nur bei rund 3,3 t/ha. In der Prignitz und in der Uckermark hingegen ist bisher kaum Raps vom Halm. Der Landesbauernverband erwartet daher, dass im weiteren Ernteverlauf die landesweiten Rapserträge noch steigen könnten. Bei den Ölgehalten zeigt sich 2015 eine sehr breite Spannweite von 38 bis 45 Prozent.

Winterweizen ist in Brandenburg lediglich zu 12 Prozent eingefahren. Die Erträge liegen im Mittel bei 5,8 bis 5,9 t/ha. Das wären 25 Prozent weniger als 2014 und 10 Prozent weniger als im 5-Jahresvergleich. Auch der Winterroggen enttäuscht. Bisher beläuft sich der durchschnittliche Ertrag nur auf 3,6 t/ha. Allerdings sind auch erst 8 Prozent dieser wichtigsten Getreideart in Brandenburg gedroschen und dies erneut auf den  besonders leichten Standorten.

Triticale bringt in Brandenburg derzeit 4,8 t/ha, welches dem fünfjährigen Ertragsmittel genau entspricht. Mit jedem Regenschauer wachsen in Brandenburg die Befürchtungen, dass es 2015 noch einen langen Ernteverlauf geben könnte. Sollte die Witterung in den nächsten Tagen nicht zu einer langanhaltenden Trockenperiode wechseln, könnten erste Bestände ergrünen. (sta)
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