Weizen bringt niedrige Erträge und Gewichte


In Westdeutschland zeichnet sich eine unterdurchschnittliche Weizenernte ab. Die Erträge liegen bisher 15 bis 30 Prozent unter den Vorjahreswerten. Die frühen Sorten und die begrannten Weizensorten scheinen mit der Trockenheit in Hitze am besten fertig geworden zu sein, denn hier wurden noch halbwegs passable Erträge erreicht. Bei den späten Weizensorten steht allerdings noch ein großes Fragezeichen. „Im Weizen ist es nicht ganz so schlimm wie erwartet, aber es bleibt schlimm“, beschreibt ein rheinischer Erfassungshändler die Ertragssituation.

Die Qualitäten bieten ein sehr unterschiedliches Bild. Vor allem die Hektolitergewichte erfüllen nur teilweise die Mühlenanforderungen. Die ersten Druschergebnisse im südlichen Rheinland bringen nur Hektolitergewichte von 72 bis 74 kg im Schnitt. Im nördlichen Rheinland sind sie etwas besser, streuen aber zwischen 76 und 80 kg/hl. Auf leichten Böden fallen die Naturalgewichte teilweise deutlich ab. Die Proteinwerte scheinen in diesem Jahr dagegen in Ordnung zu sein. Sie liegen für B-Weizen zwischen 12 bis 13 Prozent. Vereinzelt wurden auch hohe Proteinwerte festgestellt, die an das Niveau von Qualitätsweizen heranreichen.

Auch Braugerste kann im Westen nicht zufriedenstellen. Die ersten Ergebnisse bringen schlechte Vollkornanteile, hohe Proteingehalte und niedrigere Erträge. Winterhafer konnte mit Hektolitergewichten von 52 bis 54 kg überzeugen. Bei Roggen und Triticale hat die Ernte noch nicht eingesetzt.

Die Rapsernte kommt voran. Die durchschnittlichen bis leicht unterdurchschnittlichen Erträge um oder leicht unter 40 dt/ha haben sich weiter bestätigt. Auch die Ölgehalte liegen mit 40 bis 43 Prozent weiter auf durchschnittlichem Niveau. (St)
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