Ernte 2013

Weizen dosiert vermarkten


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„Seien Sie vorsichtig und liefern Sie ihre Getreidemengen nicht unkontrolliert an den Markt.“ Mit dieser Aufforderung stimmte Kurt Fromme, Geschäftsführer der Wilhelm Fromme Landhandel GmbH, heute in Goslar/Niedersachsen Landwirte auf die bevorstehende Ernte ein. Vor allem bei Weizen sei darauf zu achten, je nach Qualität einzulagern. Mit Pilzkrankheiten, unterschiedlichen Hektolitergewichten und schwachen Fallzahlen müsse in diesem Jahr gerechnet werden, so Fromme.

Bodensatz bei 160 €/t

Bestätigen sich hohe Erntemengen verbunden mit schlechten Qualitäten, rechnet der Agrarhändler mit Preisschwankungen bei Getreide von 10 bis 25 €/t. Den Bodensatz beim Erzeugerpreis für Brotweizen sieht Fromme bei rund 160 €/t erreicht. Bewahrheiten sich die Diskussionen über die Roggenkurse in manchen Regionen in Höhe von 120 bis 130 €/t, sei es wohl besser, die Ware erst einmal einzulagern.

Anders sieht es bei der Gerste aus. Das Angebot an Gerste wird in diesem Jahr in Europa zunehmen, doch dürften beim Export Russland und die Ukraine vorne liegen. Hier rät Fromme, Gerste zu aktuellen Erzeugerpreisen von 150 bis 170 €/t schnellstens aus der Ernte heraus zu verkaufen.
 

Durststrecke bei Raps

„Bei Raps hatten Sie die Chance, mit einer Vier vor dem Komma Kontrakte abzuschließen“, sagte Fromme. Nun müsse mit einer gewissen Durststrecke gerechnet werden, bis sich vielleicht im Oktober die Preise wieder erholen.

Liegen die Analysten mit ihren geschätzen Weizenexporten aus Russland, Kasachstan und der Ukraine für 2013/14 richtig, werden die EU-Länder zunächst das Nachsehen haben. (da)
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