Weizen für Sibirien


Zu den geplanten Interventionsfreigaben kommen aus Moskau konkretere Angaben. Getreideverarbeiter sollen bis zu 15 Prozent unter Marktpreis kaufen können.

Der Start der Verkäufe aus staatlichen Vorräten sei in 14 Tagen geplant, berichten die Agrarmarkt-Analysten von APK-Inform. Sie berufen sich auf die Ankündigung des stellvertretenden Premiers Arkadi Dworkowitsch, dass ab dem 23. Oktober wöchentlich etwa 110.000 t Weizen für Verkäufe an Mühlen und Mischfutterhersteller bereit stünden. Anspruch hätten zunächst ausschließlich Unternehmen in Sibirien, in den Uraldistrikten und in den Regionen an der Pazifikküste.

Die Preise sollen im Vergleich zu den Marktnotierungen um 10 bis 15 Prozent niedriger angesetzt sein. Als geplante Verkaufspreise nannte Dworkowitsch am Montag umgerechnet etwa 188 €/t für Mahlweizenqualität (Weizenklasse 3) und 178 €/t für Futterweizenqualität (Weizenklasse 4).

Gleichzeitig hat die russische Regierung ihre Prognose für die diesjährige Getreideernte gesenkt. Mit 70 Mio. t gab Dworkowitsch die Produktion bei einem Regierungstreffen am Montagabend an, berichtet die Nachrichtenagentur Ria Novosti. Zuvor hatte das Ministerium noch 72 bis 73 Mio. t in Aussicht gestellt. Private Schätzer sehen die russische Getreideernte bei maximal 69 Mio. t. (db)
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