Ernte 2016

Weizen geht in die Biogasanlage


In den südlichen Spätdruschgebieten steht immer noch Weizen auf dem Feld. Die Landwirte mussten Mitte letzter Woche mit dem Dreschen aufhören und wollen nach dem Regen in dieser Woche den Rest abernten. Der Weizen ist durch den Regen geschädigt. Der Fusariumbefall ist hoch. Wegen Überschreitung der DON-Werte kann der Weizen nicht mehr als Lebens- oder Futtermittel vermarktet werden. Die belastete Ware ist gerade noch an Biogasanlagen zu verkaufen, sagte ein Landwirt aus Oberschwaben gegenüber agrarzeitung.de.

Die Erzeugerpreise für gesunden Weizen mit 12 bis 13 Prozent Protein liegen derzeit in Süddeutschland zwischen 130,00 bis 135,00 €/t. Für alten Weizen 2015 haben Landwirte noch vor Wochen 140,00 €/t und mehr erhalten. Bie Gerste ist die Qualität besser. In der Ernte lag der Preis bei 110,00 €/t, derzeit müssen Tierhalter in den süddeutschen Regionen bis zu 140,00 €/t anlegen.

Im Nordosten ist der Weizen nach vier Wochen endlich so gut wie geerntet. Das Ertragsdefizit in Mecklenburg liegt bei 15 bis 20 Prozent. Winterweizen wurde noch vor Raps geerntet weil der Raps nichts mehr bringt, so ein Landwirt. Die Bestände sind verunkrautet und durch Krankheitsbefall schwer geschädigt. Zum Teil wurden nur 2 t/ha geerntet. 


Brandenburgs Bauern beenden Ernte mit Verlust


In den nächsten Tagen neigt sich die Getreideernte in Brandenburg dem Ende entgegen. Etwa ein Fünftel – etwa 90.000 Hektar – steht noch auf dem Halm. Eigentlich sollte die Ernte schon abgeschlossen sein, aber Regen und die kalte Witterung der letzten Wochen haben den Drusch immer wieder behindert und so liegen die Erntearbeiten gut 6 bis10 Tage hinter dem Zeitplan. „Wir brauchen jetzt noch drei, vier gute Druschtage mit Sonne, dann sollte unsere Ernte weitgehend eingefahren sein“, heißt es in Brandenburg. (da) 
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