Weizen im Norden mit viel Protein


Die Weizenernte hat in vielen Teilen im Norden begonnen. In südlichen Teil Niedersachsens und auch in einigen Landesteilen Mecklenburg-Vorpommerns dürften gut 10 bis 15 Prozent der Flächen geborgen sein. Bedingt durch relativ viel Schmachtkorn liegen die Hektolitergewichte bei den ersten angelieferten Partien zwischen 74 kg/hl und 78 kg/hl und damit auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Es handelt sich allerdings bisher um sehr geringe Erntemengen. Die Proteingehalte sind dagegen auf einem hohen Niveau. Beim A-Weizen berichten Erfassungshändler von Werten zwischen 12,5 und 14,0 Prozent Protein. Geringer fallen die Hektarerträge aus. „Die Erträge liegen in diesem Jahr wenigsten 15 Prozent unter den hohen Vorjahresergebnissen", meinte ein Mecklenburger Landhändler.

Die Notierungen für Weizen werden mehr und mehr von den Wettermärkten weltweit bestimmt. „Derzeit zeichnen sich beim Weizen für uns Einstandspreise zur Ernte 2010 ab, die 75 bis über 80 Prozent über den Vorjahrespreisen liegen", so ein norddeutscher Müller. Die Preise für Brotweizen in der Erzeugerstufe bewegen sich in Nordostdeutschland um die 170 €/t frei Erfassungsstufe für B-Weizen. Für E-Weizen werden für die ersten geernteten Partien Preise von 185 bis 190 €/t für die Lieferung ex Ernte 2010 frei Erfassungsstufe in Aussicht gestellt. Es finden derzeit wenige Handelsaktivitäten statt. Die Landwirte wollen erst einmal die Qualitäten und tatsächlichen Erntemengen abwarten.  (Ps)
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