Ernte 2016

Weizen im Südwesten bleibt sehr heterogen


Einheitlich gute Partien an Getreide aus dieser Ernte zu bekommen ist schwierig. Die Qualitäten fallen sehr unterschiedlich aus. „Stimmt die Fallzahl beim Roggen, hat er Mutterkorn. Hat ein Weizen noch eine gute Fallzahl fehlen Eiweiß oder Hektolitergewicht,“ so ein Händler aus dem Südwesten.

Das Hektolitergewicht beim Weizen aus dem Gebiet zwischen Taunus und Westerwald bewegt sich zwischen 68 und 79 kg. Die niedrigste Fallzahl wurde mit 65 Sekunden gemessen, die höchste bei 350 Sekunden. Lediglich zehn Prozent der eingefahrenen Ware kann über 220 Sekunden vorweisen. Je besser die Böden, desto schlechtere Qualitäten wurden eingebracht. Auch die Erträge liegen mit etwa 6,0 t/ha ein Drittel unter den Ergebnissen des sehr guten vergangenen Jahres.

Lediglich über der Braugerste aus dieser Region sind noch einigermaßen zufriedene Stimmen zu hören. Auch wenn die Erträge mit rund 6,0 t/ha ebenfalls rund 30 Prozent unter den Ergebnissen des Vorjahres liegen, sind wenigstens die Vollkornwerte mit rund 90 Prozent zufriedenstellend. Auch die Eiweißwerte liegen im gewünschten Rahmen von 11,5 bis 11,5 Prozent. (dg)
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