Ernte 2013

Weizen in Bayern zeigt heterogene Werte

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Nachdem die Weizenernte vielerorts witterungsbedingt in der vergangenen Woche unterbrochen wurde, kann der Mähdrusch nun wieder fortgesetzt werden. In Bayern dürften etwa 40 bis 50 Prozent der Weizenernte eingebracht sein.

Die angelieferten Qualitäten bleiben weiterhin heterogen. Vor allem weisen die Rohproteinwerte eine weite Streubreite auf. Je höher die Naturalerträge sind, je geringer fallen die Eiweißwerte aus. So berichtet der Bayerische Müllerbund in München von A-Weizenpartien, die oft nur zwischen 11 und 12,8 Prozent haben sollen. Auffällig ist auch, dass E-Weizen großflächig insgesamt geringere Proteinwerte erkennen läßt. Diese Entwicklung dürfte sich auch bei den späteren Erntepartien bestätigen, meinen Pflanzenbauer.

Aus Ober- und Niederbayern sowie Schwaben ist zu hören, dass teilweise die Kornausbildung eher etwas unterentwickelt ist, dennoch liegen die Hektolitergewichte häufig über 80 kg. In Teilen Frankens wird wird dagegen von besseren Proteinwerten bei E-Weizen sowie einer überwiegend guten Kornausbildung berichtet. Die Fallzahlen sollen häufig  bei 360 sec. liegen.

A-Weizen zeigt landesweit hohe Fallzahlen und Hektolitergewichte. Auch hier stechen vor allem Unter- und Teile Mittelfrankens hervor. Die Erträge bewegen sich bislang in allen Regerungsbezirken im oder oft auch etwas über dem 5jährigen Mittel von 7t/ha.
 
Im benachbarten Österreich fahren die Landwirte eine überwiegend gute bis durchschnittliche Weizenernte ein. So berichtet die Agrarmarkt Austria (AMA) von Schätzungen, nach denen etwa drei Viertel der österreichischen Ernte Premium- beziehungsweise Qualitätsweizen sein dürften. Das Hektolitergewicht sei mit durchschnittliche 82,5 kg sehr gut. Auch die Proteinwerte von durchschnittlich 14,3 Prozent sind bei einer Streuung von 10,8 bis 16,4 Prozent recht ordentlich. Die Fallzahlen erreichen im Mittel sogar 322 sec. (HH)  
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