Ernte 2015

Weizen oder Raps: Wer macht das Rennen?


Ein solches Kopf-an-Kopf-Rennen gab es schon viele Jahre nicht mehr. Weizen und Raps sind reif. Temperaturen über 35 Grad Celsius fördern die Abreife. Regional treffen Landwirte ganz unterschiedliche Entscheidungen. In Unwettergebieten wird zuerst der Raps geerntet, damit die Schoten nicht durch Hagelkörner aufplatzen. Bis etwa zur Linie Mittelhessen und Thüringen wird Raps eingefahren. Die Ölgehalte lassen mit rund 44 Prozent noch etwas zu wünschen übrig. Allerdings sind Erfasser zuversichtlich, dass sich diese Werte noch verbessern, wenn die später gesäten Partien geerntet werden.

Ähnlich verhält es sich beim Weizen. Meistens werden zu Beginn Partien auf schwächeren Standorten abgeladen. Die Proteinwerte im Raum Mittelhessen und Thüringen sind mit 11,5 bis 12,5 Prozent ausreichend, hätten aber auch einen Tick besser ausfallen können. Doch weisen Marktteilnehmer in Hinblick auf die Fallzahlen von bis zu 300 sec und Erträgen von 8,00 bis 9,00 t/ha darauf hin, dass es keinen Grund zur Schwarzmalerei gibt. "Die Ware kommt gesund und meist trocken an die Gosse", betonen Silomitarbeiter gegenüber der agrarzeitung.de. Die Erzeugerpreise für Brotweizen und Raps haben sich wieder etwas normalisiert. In Thüringen und Hessen können ab Station für Weizen 168,00 bis 170 €/t erzielt werden. Raps bringt 375,00 bis 378,00 €/t. (da)
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