Die Weizenernte im Westen ist bis auf die Höhenlagen abgeschlossen. Bisher wurden zu 90 bis 95 Prozent mühlenfähige Qualitäten eingebracht. Die Anteile an Futterweizen beschränken sich regional auf Fuhrenpartien. Auf den Höhenlagen in Eifel, Hunsrück, Westerwald und Taunus konnte die Weizenernte bisher aber noch nicht abgeschlossen werden. Dort steht noch zwischen 5 und 10 des Weizens auf dem Halm. Im Nordhessen müssen noch etwa 15 Prozent und auf den Höhenlagen Westfalens oder im Sauerland noch etwa 20 bis 30 Prozent der Weizenfelder geräumt werden. Die zuletzt gedroschenen Partien kamen häufig nicht mehr trocken vom Feld und wurden teilweise mit Feuchtigkeitsgehalten bis zu 19 Prozent geerntet. Die Fallzahlen haben sich durch die schwülwarme Witterung allerdings stark abgebaut, so dass die Qualitäten der restlichen Partien bei den angekündigten starken Gewittern und dem Umschwung zum Herbstwetter fraglich werden. Auswuchs wurde allerdings bisher kaum beobachtet. Der Roggen, der noch draußen steht, lässt sich für die Mühlen nicht mehr gebrauchen.
 
Die Erzeugerpreise für B-Weizen haben sich im Westen fast überall auf 180,00 und 185,00 €/t eingependelt. In den rheinischen Überschussgebieten werden für Futterweizen mit 170,00 bis 175,00 €/t die gleichen Preise wie für Futtergerste an die Landwirtschaft gezahlt. In Westfalen liegen die Futterweizenpreise dagegen auf oder leicht unter dem Niveau von Backweizen. In den ausgesprochenen Veredlungsgebieten werden 190 €/t für Futterweizen bezahlt. (St)
stats