Weizenernte in den USA kommt nur schleppend voran

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Regenfälle in allen Winterweizenanbaugebieten haben in den USA zu einem verhaltenen Start der US-Weizenernte geführt. Bis Anfang dieser Woche wurden erst 22 Prozent der amerikanischen Weizenflächen nach dem wöchentlichen Erntereport des US-Landwirtschaftsministeriums USDA geerntet, gegenüber 33 Prozent im Schnitt der vergangenen 10 Jahre. Vor allem im Hard-Red-Weizengürtel, der sich um den Bundesstaat Kansas erstreckt, hat es bereits größere Ernteverzögerung gegeben, so dass es erste Befürchtungen über Qualitätseinbußen und Krankheiten gibt. Der amerikanische Hard-Red-Weizen lässt sich in der Qualität mit unserem Backweizen vergleichen. Die Winterweizenbestände befinden sich laut dem jüngsten Pflanzenreport zu 46 Prozent in einem guten bis exzellenten Zustand. Gegenüber der Vorwoche hat sich die Bonitierung aber um 1 Prozent verschlechtert. Insgesamt werden die Pflanzenbestände etwa 2 Prozent schlechter als im vergangenen Jahr eingestuft.

In dieser Woche werden zwar noch Regenfälle im Hard-Red-Weizengürtel und auch in den Soft-Red-Weizengebieten erwartet, die aber in der Intensität nachlassen. In der kommenden Woche deutet sich ein Ernteschub an und die Ernteaussichten für Hard-Red-Weizen werden sich laut den Wetterprognosen erheblich verbessern. In den zentralen und südlichen Ebenen werden überdurchschnittliche Temperaturen und eine Hitzewelle erwartet. (St)

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