Ernte 2017

Weizenertrag rutscht weiter ab

Mit einer Getreideernte von 44,9 Mio. t wird das enttäuschende Vorjahresergebnis von knapp 45,4 Mio. t unterschritten, teilt der DRV heute mit. Auch der Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre von 47,9 Mio. t werde in diesem Jahr deutlich verfehlt.

DRV-Ernteschätzung-August(2).pdf
Die Weizenernte wird mit insgesamt 24,4 Mio. t auf Vorjahresniveau gesehen (-0,5 Prozent). Auch wenn die Proteinwerte bislang noch ausreichen, dürfte der Anteil an Futterweizen höher ausfallen als in den vergangenen Jahren. Wintergerste erreicht mit 8,7 Mio. t nicht ganz den Vorjahreswert von knapp 9,0 Mio. t. Dem hingegen liegt das Ergebnis der Sommergerste mit gut 1,8 Mio. t leicht über Vorjahr (+2,1 Prozent). Roggen verliert im Vergleich zu 2016 mit über 12 Prozent auf knapp 2,8 Mio. t deutlich. Dies ist neben einer geringeren Anbaufläche auch auf den ausgiebigen Regen zurückzuführen. Der ließ die Bestände teilweise zusammenbrechen und führte zum Absinken der Fallzahlen.

Raps enttäuscht

Beim Raps erwartet der Verband aktuell mit 4,3 Mio. t eine nochmals geringere Menge als vor einem Jahr als 4,6 Mio. t geerntet wurden. Nicht zuletzt hätten die Niederschläge der vergangenen Wochen wertvollen Ertrag gekostet. Darüber hinaus liegen die Ölgehalte oftmals unter den Werten des Vorjahres.

Lediglich Körnermais profitierte vom Regen und den teilweise hohen Temperaturen. Hier wird die Ernte gegenwärtig auf 4,3 Mio. t geschätzt. Dieser Wert liegt knapp 7 Prozent über dem des Vorjahres. Dabei wird das Ergebnis durch die leicht ausgedehnte Anbaufläche gestützt (+3,4 Prozent). (da)
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