Weizenpreise zeigen kaum Reaktion


An den Kassamärkten ist von den festeren Notierungen an der Matif noch wenig zu spüren. Die Tendenz für Weizen und Raps ist aber freundlicher.

Die Kursgewinne für Weizen an der Matif schlagen sich an den physischen Märkten nur abgeschwächt nieder. Gegenüber dem vergangenen Freitag sind die Weizenpreise im Westen allenfalls 2 €/t angestiegen. Dagegen hat die Märznotierung an der Matif in den ersten Tagen der Woche um fast 8 €/t angezogen. Gegen Mittag legten die Notierungen an der Pariser Börse erneut 2 €/t zu. 

Der Kassamarkt macht schon längere Zeit nicht jede Bewegung der Terminmärkte mit. „An den physischen Märkten sind die Weizenpreise in den vergangenen Wochen nur halb so tief gefallen wie an der Matif. Daher hat der Terminmarkt den größeren Nachholbedarf“, analysiert ein westdeutscher Getreidehändler. Zu den westdeutschen Mühlen oder im Südoldenburger Raum lassen sich denn auch kaum mehr als 268 bis 270 €/t für den Weizen erzielen. Die Briefkurse liegen allerdings deutlich darüber.

Die Tendenz für Weizen ist unterschwellig jedoch freundlicher, denn im westdeutschen Raum sind allenfalls noch 10 bis 12 Prozent des Weizens unvermarktet, schätzen Erfassungshändler. Noch halten sich Mühlen und die Mischfutterindustrie weitgehend zurück. „Die Talsohle beim Getreide ist erreicht. Wenn wir ein paar Tage mit festen Weizenpreisen sehen, kommt auch wieder Belebung in den Kassamarkt“, erwartet ein Marktbeteiligter. 

Die Maispreise bleiben dagegen unter Druck. Im nordwestdeutschen Raum ist das Angebot  weiter reichlich. Die festeren Börsenvorgaben verpuffen ohne Wirkung auf die Kassapreise. Der cif-Markt steht unter Druck und fob Oberrhein sind die Preise mit 245 €/t Basis Januar gedrückt.

Am Rapsmarkt setzt sich die stabilere Tendenz fort. An der Matif notierte der Februartermin gegen Mittag nach weiteren Kursgewinnen über 264 €/t. Rapshändler sehen in den festeren Preisen allerdings eher ein Zwischenhoch. „Der Raps hat den Boden gefunden,  doch die hohen Pflanzenöl-Bestände und die kommende große Sojabohnenernte in Südamerika lassen kaum Höhenflüge zu“, erwartet ein Rapshändler. (St)
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