Weizenqualität in der Ukraine leidet


In der Ukraine geht die Getreideernte stockend voran. Regenfälle behindern im Westen den Drusch. Die Weizenqualitäten fallen ab. Etwa zwei Drittel der ukrainischen Getreidefläche sind gedroschen, berichtet das Agrarministerium in Kiew. Weizen hat bisher etwa 27 dt/ha gebracht, Gerste nur 21 dt/ha. Die Rapsfläche ist zu gut 80 Prozent geräumt mit einem mittleren Ertrag von jetzt reichlich 16 dt/ha.

Alle Erträge bestätigen die bisherige Tendenz einer niedrigeren Getreide- und Rapsernte. Das Agrarministerium in Kiew hat in der vergangenen Woche die Prognose für Getreide 2010 auf rund 42 Mio. t abgesenkt. Diese Ernte wäre um 7 Prozent kleiner als im Vorjahr, aber durchaus noch eine mittlere Ernte. Dafür muss allerdings eine vergleichsweise hohe Körnermaisernte eingebracht werden, denn die Ergebnisse für Weizen und Gerste sind deutlich kleiner als 2009. Für Raps lautet die offizielle Ernteschätzung 2010 rund 1,5 Mio. t und damit etwa 20 Prozent weniger als im Vorjahr.

Zur Weizenernte berichtet das Ministerium über einen hohen Anteil, der nur Futterqualität erreicht. Grund sind die wiederkehrenden Regenfälle. Aktuell ist es zwar im Osten des Landes ähnlich heiß wie in Russland. Dafür bestimmt den Westen der Ukraine das gleiche Tiefdruckgebiet, das auch in Deutschland die Mähdrescher ruhen lässt. (db)
stats