Die Erntearbeiten in Ostdeutschland stehen still. Noch ist der Weizen nicht ins Lager gegangen. Die Landwirte hoffen, dass die Qualitäten halten. Seit mehr als einer Woche ruht die Weizenernte in den meisten Regionen Ostdeutschlands. In Thüringen steht noch mindestens 80 Prozent des Weizens auf dem Halm. Wie die Qualitäten auf die anhaltende Nässe reagieren, ist noch unklar. Es gibt Bestände, bei denen klar ist, dass die Fallzahl sinkt, berichten Händler. Gleichzeitig gäbe es aber auch viele Bestände, die sich gut halten würden. Hoffnung schöpfen die Landwirte daraus, dass trotz der Starkregenereignisse bisher kaum Weizen ins Lager gefallen ist.

Auch in Sachsen zeigen sich die Weizensorten ziemlich standhaft. Dennoch sei klar, dass die Qualitäten sichtbar leiden. In Sachsen wird vermutet, dass wohl noch bis zu 70 Prozent des Weizens auf den Äckern ist. Größtes Problem ist mittlerweile, dass die Flächen so aufgeweicht sind, dass sie kaum noch befahrbar sind. Deshalb wird auch fast kein feuchter Weizen gedroschen, der getrocknet werden könnte. Die Landwirte werden zunehmend nervös, da es mit den Ernteverzögerungen auch immer enger für die anschließende Aussaat wird. Da die Tage bereits merklich kürzer werden, benötigen die Landwirte mindestens zwei Tage Sonnenschein, um wieder mit dem Drusch starten zu können. Eine solche Wetterlage ist allerdings in Thüringen und Sachsen erst wieder zum Wochenende vorhergesagt. (sta)
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