Weniger Qualitätsweizen erwartet

Aus den klassischen Anbaugebieten wird zur Ernte 2012 weniger Qualitätsweizen angeboten. Die Abgabebereitschaft in der Landwirtschaft ist gering. Qualitätsweizen aus Unterfranken und Südthüringen wird mengenmäßig unter dem Vorjahrsniveau liegen. Grund dafür sind die hohen Auswinterungsschäden in diesen Regionen.

So mussten in Unterfranken rund 40 bis 50 Prozent der gesamten Weizenfläche und in Südthüringen 20 bis 35 Prozent umgebrochen werden. Auf einem Teil der umgepflügten Flächen stand auch Qualitätsweizen, der anschließend durch Sommerungen oder Mais ersetzt wurde.

Insgesamt rechnen Marktteilnehmer damit, dass aus den Berichtsregionen in diesem Jahr weniger Qualitätsweizen als in den Vorjahren angeboten wird. Dafür steigen auf den verbliebenen Flächen die Ertragserwartungen durch die Regenfälle in den vergangenen Tagen - wenn auch auf unterdurchschnittlichem Niveau. Damit war zunächst auf den ausgedünnten Beständen nicht mehr gerechnet worden. 

Händler beklagen derzeit die Zurückhaltung der Landwirte, Kontrakte für die neue Ernte abzuschließen. Die Erzeuger hoffen auf steigende Preise. Derzeit werden in Thüringen für E-Weizen mit 14,5 Prozent Protein ex Ernte 210,00 bis 215,00 €/t ab Station aufgerufen.  A-Weizen notiert derzeit bei knapp 200 €/t. (da)
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