Ernte 2015

Weniger Sommergerste in Deutschland


Trotz regionaler Trockenheit und einer schnellen Abreife bewegt sich der Sommergerstenertrag auf dem Niveau des langjährigen Durchschnitts. Die gestiegene Anbaufläche um sechs Prozent auf knapp 400.000 ha gleicht einen Teil des geringeren Ertrags aus. Die Braugerstengemeinschaft e. V., München, rechnet mit einer Sommergerstenerntemenge von etwa 2,1 Mio.t. Im Vorjahr waren es 2,2 Mio.t. Auf Grund des niedrigen Eiweißgehaltes von durchschnittlich 10,4 Prozent und einer unerwartet hohen Sortierung von durchschnittlich 91,4 Prozent wird eine Qualitätsbraugerstenmenge in Deutschland von etwa 1,2 Mio. Tonnen prognostiziert. Im Vorjahr waren es 1,4 Mio.t. Vor dem Hintergrund stark unterschiedlicher Niederschlagsmengen zeichnen sich bei den geernteten Qualitäten ebenfalls Unterschiede ab. Während bereits im Frühjahr im Südwesten immer wieder kleine Niederschlagsmengen für eine gute Bestandsentwicklung sorgten, blieben die notwendigen Niederschlagsmengen im Nordosten unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Qualitäts- und Ertragsdaten der einzelnen Bundesländer spiegeln diese Entwicklung nach der Ernte deutlich wider.

Die große Hitzewelle, mit Temperaturen von oft über 30 Grad Celsius, trieb die Abreife der Pflanzen schnell voran und ließ die Bestände teilweise in die Notreife gehen. Hochsommerliche Temperaturen und regenfreie Wochen boten ein breites Erntefenster, so dass die Ernte gesund und trocken eingebracht werden konnte. Die Hauptgerstensorten 2015 sind Propino, Avalon, Catamaran, Grace und Marthe.(dg)
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