Ab Mittwoch oder Donnerstag wird im Rheinland mit dem verstärkten Einsetzen der Rapsernte gerechnet. Die Ertragserwartungen lassen sich kaum greifen, die Bestände stehen aber gut. Im südlichen Rheinland hat sich der Raps allerdings nach den erheblichen Niederschlägen geneigt und regional wurden einzelne Bestände durch das Unwetter am vergangenen Freitag bis zu 80 Prozent geschädigt. Die rheinischen Landwirte halten sich mit Rapsverkäufen aus der Ernte heraus zurück,  zumal die Erzeugerpreise in Richtung 300 €/t tendieren und vereinzelt sogar schon darunter liegen.   
 
Die restliche Gerstenernte dürfte zu Wochenmitte ebenfalls ein Schub bekommen, vor allem im nördlichen Rheinland. Dort stehen noch schätzungsweise 30 bis 40 Prozente der Bestände auf dem Halm. Die noch nicht geerntete Gerste hat den Dauerregen der Vortage in der Regel unbeschadet überstanden, es wird jedoch mit etwas niedrigeren Hektolitergewichten für die restliche Gerstenernte gerechnet. Die Erzeugerpreise sind nach dem USDA Report und den schwächeren Getreidepreisen unter Druck geraten. Für Futtergerste werden nur noch Preise zwischen 137 und 140 €/t an die Landwirtschaft genannt.
 
Falls es gegen Ende der Woche wie angekündigt sehr warm und trocken werden sollte, dürfte im Rheinland auch der erste Weizen fallen. Die frühen Grannenweizensorten sind reif und müssen nur noch abttrocken. Die frühen Sorten stehen noch weitgehend auf dem Halm, während die späteren und unreifen Weizenbestände verstärkt ins Lager gegangen sind. Zwischen 30 und 50 Prozente des Weizens soll im Rheinland inzwischen platt liegen. Es verstärken sich die Befürchtungen über mögliche Qualitätseinbußen. Die Erzeugerpreise haben sich für Weizen aus der Ernte auf 150 €/t ermäßigt. (St)
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