Wettermärkte heizen Börse in Paris ein

Die Weizenpreise an der Pariser Matif tendieren am Montagmittag fest. Auch der Raps klettert kräftig aufwärts. Die Börse in Chicago gibt die weitere Richtung vor. Händler aus dem Norden gehen davon aus, dass die Börse in Paris weiter den Vorgaben aus Chicago folgen wird. Dort geben die Wettermärkte sowohl im Mittleren Westen der USA als auch in Russland den Ton an.

Teilnehmer am Kassamarkt erwarten, dass die Matif für weitere Kurssprünge Unterstützung aus Chicago braucht. Die Chicago Board of Trade habe mit einem deutlichen Plus eröffnet, das sei „eine Steilvorlage“ für die Matif am heutigen Vormittag gewesen, bewertete ein Händler aus Niedersachsen die Situation. Im Verlauf des Morgens sei der Kassamarkt auch parallel zu den Börsennotierungen gestiegen. Für B-Weizen, franko Hamburg, Basis September, nannten Marktteilnehmer 226 €/t (Geld) zu 227 bis 227,5 €/t (Brief).

Die kräftigen Kurssprünge für Raps in Paris führen Händler auf die Trockenheit in den USA zurück. Die Wettermärkte dort haben den Sojabohnen- und Sojaölnotierungen eingeheizt, der europäische Raps vollzieht die Bewegung nach. Ob der Preisanstieg in der Matif Bestand haben wird, dazu äußern sich Marktteilnehmer in Deutschland verhalten. Die Kurse seien zwar heute kräftig nach oben ausgebrochen, jedoch stecke in Wettermärkten auch immer viel Unsicherheit und Schwankungspotenzial. Für Rapssaat franko Straubing nannten Gesprächspartner aus dem Erfassungshandel für ex Ernte 470 €/t.

Sowohl in Nordamerika als auch in den betroffenen Gebieten Russlands gehen Wetterprognosen derzeit nicht von einer merklichen Entspannung aus. Analysten in den USA gehen davon aus, dass der feste Unterton für die Mais- und Sojabohnen-Notierungen an der CBoT bestehen bleibt: Für den Wochenverlauf sei im Mittleren Westen trockenes Wetter vorausgesagt, zitiert der Informationsdienst agrimoney.com das Analystenhaus FCStone. (pio)
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