Wettermarktüberblick Winterkulturen


In Russland geben die Bestände ein im Großen und Ganzen normales Bild ab. Auch hierzulande ist die Situation aktuell gut.

Der Zustand der Wintergetreidebestände in Russland ist zuletzt als unauffällig beschrieben worden. Das berichtet der Auslandsdienst des US-Agrarministeriums USDA in Moskau. In einigen Regionen des Wolgatals habe die Schneedecke allerdings bis Ende Dezember zum Schutz der Pflanzen nicht ausgereicht, schränken die Beobachter ein. Zudem seien die Temperaturen in Stawropol und Krasnodar in der dritten Januarwoche deutlich gestiegen. Sollte das milde Wetter länger anhalten und darauf eine Phase von Frösten folgen, könnten die Wintergetreidebestände noch Schaden nehmen, heißt es weiter.

In Deutschland befinden sich die Winterkulturen indes in den meisten Regionen in einem sehr guten Zustand, teilt das Hamburger Handelshaus Alfred C. Toepfer International in einem Marktbericht Anfang dieser Woche mit. Die Wasser-Reserven im Boden seien gut aufgefüllt, und auch in der Frostphase sind die Temperaturen nicht unter Minus 15 Grad Celsius gefallen. Diese Einchätzung bestätigen Landwirte und Pflanzenbauberater, in einer aktuellen Umfrage der agrarzeitung (az). Den ersten Wintereinbruch vor einer Woche haben die Getreidekulturen ohne Auswinterungsschäden überstanden, heißt es gegenüber der az. 

Allerdings wollen Landwirte noch keine Entwarnung geben: Durch das Tauwetter sei die schützende Schneedecke vielerorts geschmolzen. Somit könnten sehr kalte Temperaturen im Februar und März noch Schaden in den Beständen anrichten. (pio)
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