Wintereinbruch lähmt die Getreideumsätze


Dem süddeutschen Brotgetreidemarkt fehlen zum Wochenschluss die belebenden Impulse. Die Kurse an der Matif dümpeln vor sich hin.

Sowohl an der Börse als auch am Kassamarkt hält sich die Dynamik heute Mittag in Grenzen. Der Mahlweizen-Future an der Matif in Paris für den Termin Januar 2013 tritt bei 261,25 €/t auf der Stelle. Der Rapskurs für den Kontrakt Februar 2013 notiert heute gegen 13 Uhr bei 471,25 €/t und damit 0,5 €/t unter dem Vortagesniveau.

Am deutschen Kassamarkt führen unterdessen die winterlichen Straßenverhältnisse, vor allem südlich der Donau, immer wieder zu Verkehrbehinderungen. Dies wiederum lähmt den Handel mit Brot- und Futtergetreide zusätzlich. Lieferungen, zum Beispiel nach Italien, wurden zuletzt auf ein absolutes Minimum begrenzt. Dabei zeigen auch die heimischen Mühlen durchaus Kaufinteresse. Allerdings werden Lieferungen nach dem Jahreswechsel bevorzugt.

Am Kassamarkt gab es für Weizen aller Qualitätsstufen zuletzt keine erwähnenswerten Änderungen. Franko Südbayern wird für Weizen ab Fallzahl 220 und einem Proteingehalt von mindestens 11,5 Prozent eine weite Spanne von 260 bis 270 €/t genannt. Für A-Weizen mit einer Fallzahl von 240 und 13 Prozent Protein werden 265 bis 274 €/t notiert. Marktbeobachter gehen jedoch davon aus, dass zu den unteren Kursen nur wenig Ware den Besitzer wechselt.

Futterweizen bleibt ein gesuchter Artikel. Die Verkäufer orientieren sich weiterhin an den Kursen für B-Weizen. Bei Brotroggen treten die Notierungen mit 230 bis 240 €/t franko häufig auf der Stelle. Hier spricht man auch bei den sehr guten Qualitäten von einem reichlichen regionalen und überregionalen Angebot. Trotz der relativen Preiswürdigkeit spielt Roggen in den Futtermischungen bislang noch eine eher untergeordnete Rolle. (HH)
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