Wintergerste in Süddeutschland durchschnittlich


In den Trockenlagen Unter- und Mittelfrankens sowie im Hohenloher Land hat die Wintergerstenernte zögerlich begonnen. Die ersten Druschergebnisse im Maintal haben vergleichsweise gute Naturalgewichte von 62 bis 68 kg/hl ergeben. Über die Hektarerträge werden bislang kaum Angaben gemacht. Die eingebrachten Mengen seien noch nicht repräsentativ, betonen Landwirte und Erfassungshändler übereinstimmend. Allgemein wird in Süddeutschland eine gute Durchschnittsernte bei Wintergerste erwartet, die etwas unter den Rekorderträgen des Vorjahres liegen dürfte. Die Preismeinungen sind bislang noch sehr breit gestreut. In den marktfernen Regionen, zum Beispiel in der Oberpfalz, sind Erzeugerpreise von etwa 85 bis 90 €/t netto, frei Erfasser im Gespräch. Dagegen werden an den Binnwasserplätzen 95 bis 100 €/t diskutiert.

Ein beachtlicher Teil der Ernte wird wohl in den Veredelungsregionen zwischen den landwirtschaftlichen Betrieben zu sehr unterschiedlichen Konditionen direkt gehandelt. Die meisten Mischfutterwerke nehmen noch eine abwartende Haltung ein. Neue Abschlüsse bilden jedenfalls die Ausnahme. Die Forderungen des Handels liegen aktuell noch bei 120 €/t franko Verarbeiter ex Ernte. Für Lieferung ab September werden auf Anfrage etwa 125 bis 126 €/t franko genannt. Das Exportgeschäft ist ebenfalls noch nicht angelaufen. Am Wochenende sowie Anfang der kommenden Woche wird die Ernte auch in den frühen Regionen südlich der Donau beginnen. (HH)     
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