Mykotoxine

Wintergerste wenig belastet


Fest steht nach Angaben der Kammer, dass Wintergerste auf vielen Schlägen in Nordrhein-Westfalen mit Fusarium befallen ist. Als Grund nennen die Pflanzenschutzexperten die sehr feuchte, aber auch kühle Witterung zur Blüte, die Infektionen begünstigt hat.

Fusariumbefall führt allerdings nicht automatisch zu hohen Mykotoxinwerten. Deswegen sind Analysen verdächtiger Erntepartien erforderlich. Die Kammer hat zur Einschätzung in der vorigen Woche erste handgepflückte Proben auf DON-Belastungen untersucht. In augenscheinlich befallenen Gerstenähren wurde ein DON‐Gehalt von 0,4 mg/kg Getreide gemessen - also unterhalb des Grenzwertes von 1,25 mg/kg unverarbeitetem Getreide.

In den anderen Proben haben die Kammerfachleute Gehalte sogar unterhalb der Nachweisgrenze von 0,2 mg/kg ermittelt. Sie weisen jedoch darauf hin, dass die feuchte Witterung kurz vor der Reife noch zu einer Toxinzunahme führen könnte. "Grundsätzlich dürften keine gravierenden Probleme mit hohen Toxingehalten in der Gerste zu erwarten sein", urteilen die Kammerexperten, aber sie empfehlen, in Verdachtsfällen die genaue Belastung zu untersuchen. (db)
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