Wintergerstenernte in Bayern muss warten

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Vor allem südlich der Donau wird die Wintergerstenernte immer wieder von zum Teil sehr heftigen Niederschlägen unterbrochen. "Wir schätzen, dass in ganz Bayern bislang etwa 25 Prozent der Wintergerste eingebracht sind", meint der Vertreter eines Handelshauses. Weit fortgeschritten, nämlich zwischen 60 bis 75 Prozent, ist der Drusch lediglich in Unterfranken. Die Erträge schwanken zwischen 4 t/ha und in den guten Gäulagen bis 9 t/ha. Zuletzt wurden Hektolitergewichte von 55 bis 63 Kilogramm genannt.

Der Markt entwickelt sich recht zögerlich. Häufig möchten die Bauern zunächst die Gerste einlagern und zu einem späteren Zeitpunkt abrechnen. Von einem drängenden Angebot kann jedenfalls keine Rede sein. In starken Veredelungsregionen zahlen Mäster vereinzelt bis zu 190 €/t netto. Aktuell werden überwiegen Erzeugerpreise von 160 bis 170 €/t netto ex Ernte genannt. Gebote des Erfassungshandels, die deutlich darunter liegen, finden bei den Landwirten nur wenig Beachtung. (HH)

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