Wintergetreide steht im Westen überwiegend gut

Im Rheinland und am Niederrhein haben sich die Gerstenbestände sehr gut entwickelt und auch die Weizenbestände sehen ausgezeichnet aus. Sowohl für Gerste als auch für Weizen lassen sich nach ersten Einschätzungen 8 bis 10 Prozent höhere Erträge als im Vorjahr erwarten. Die Auswinterungsschäden waren im Rheinland gering und haben weniger als 5 Prozent der Bestände betroffen. Größere Schäden gab es im Wesentlichen beim Winterhafer oder bei der Winterbraugerste.

Im Hunsrück und in der Osteifeler Ackerbauregion Maifeld steht die kommende Ernte noch im Zeichen erheblicher Auswinterungsschäden von Gerste, Weizen und Raps. Bis zu 75 Prozent der Bestände waren betroffen, ein Großteil davon musste neu eingesät werden. Es zeichnen sich erhebliche Ertragseinbußen ab. Da die Bestände teilweise sehr ausgedünnt und lückenhaft sind, gestalten sich Ertragsprognosen äußerst schwierig.

Vorsichtige Schätzungen sehen auf den nicht umbrochenen Flächen Ertragseinbußen von etwa einem Drittel gegenüber dem Vorjahr. Auf den Restflächen haben sich Weizen und Gerste aber ordentlich entwickelt. Bei Neueinsaat wurde überwiegend Sommergerste nachgesät. Die Sommerungen sehen sehr gut aus. Mit einer Schwemme an braufähiger Gerste wird aber kaum gerechnet, denn viele Landwirte haben die Stickstoffdüngung auf Futtergertenerträge ausgerichtet.

Auf den mittleren Lagen hat sich der Raps trotz Befall mit Botrytis im Frühjahr sehr gut erholt. Die Bestände sehen im Südwesten allerdings sehr unregelmäßig aus. Dort wo der Raps dicht steht, lassen sich sehr gute partielle Erträge erwarten. Im Schnitt aller Flächen könnte die Erträge bei etwa 40 dt/ha liegen, so die Prognosen. Im Rheinland stehen die Rapsbestände ausgezeichnet und könnten nach Einschätzungen von Händlern mit 45 bis 50 dt/ha bei leicht ausgedehnter Fläche ähnlich gute Erträge wie im Vorjahr bringen. (St)
stats